Tonbandservice
Ein Portal für die Reparatur und Wartung von
Geräten der Reihe UHER Report 4000 - 4400
und UHER Report Monitor 4000 - 4400
Tonköpfe entmagnetisieren
Bekanntermaßen beruht die Wirkungsweise eines Tonbandes darauf, dass ein mit feinen magnetisierten Teilchen versehenes Kunststoffband durch ein magnetisches Feld „beschrieben“ bzw. „gelesen“ wird. Das magnetische Feld wird in einem Tonkopf bzw. Löschkopf erzeugt. Diese Form der Magnetisierung ist also eine durchaus gewünschte Maßnahme.
Anders schaut es jedoch mit dem Tonkopf bzw. Löschkopf aus. Dessen Gehäuse bzw. Spiegel besteht aus Metall, das im Laufe der Zeit magnetisiert werden kann. Diese Magnetisierung ist definitiv nicht erwünscht, weil sie sich durch Rauschen oder dumpfe Klangwiedergabe bemerkbar machen kann. Daher sollte man von Zeit zu Zeit die Köpfe entmagnetisieren.
Hierzu bedient man sich einer so genannten Entmagnetisierdrossel. Diese wird an das 230 V-Netz angeschlossen und erzeugt ein starkes Wechselmagnetfeld. Die Köpfe werden für kurze Zeit diesem starken Wechselmagnetfeld der Drossel ausgesetzt, indem man die Spitze der Drossel an den jeweiligen Kopf heranführt und nach kurzer Zeit wieder langsam von dem Kopf wegbewegt.
Im Handel sind verschiedene Entmagnetiserdrosseln zu unterschiedlichen Preissegmenten erhältlich. Ich habe seinerzeit ein preiswertes Modell für ca. 25 € erworben, mit dem ich recht zufrieden bin, auch wenn diese Drossel im Internet hier und da als „Spielzeugdrossel“ bezeichnet wird. Für mich war maßgeblich, dass die Entmagnetisierung funktioniert. Dies habe ich anhand eines magnetisierten Schraubendrehers getestet. Nach 2-3maliger Prozedur waren bei dem Schraubendreher keine magnetischen Eigenschaften mehr festzustellen. Also scheint das „Spielzeug“ zu funktionieren.